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Kindergarten

Alles im Leben hat seine Zeit. Wenn kleine Kinder älter werden, werden ihre Beziehungen zu anderen Personen, vor allem zu andern Kindern, bedeutungsvoller. Im Kindergartenalter wird das Miteinander der Kinder in der Gruppe zu einem wesentlichen Motor der Entwicklung des Weltbildes. Die Beziehung zu Eltern und PädagogInnen bleibt ungebrochen wichtig - das Erleben von Gemeinsamkeit und Differenz in der Beziehung zu etwa Gleichaltrigen gewinnt daneben rasant an Bedeutung. Im Rahmen inklusiver Pädagogik treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, deren jeweilige Einzigartigkeiten innerhalb der Gruppe zu einem gelingenden, alltäglichen Miteinander aller Beteiligten herausgebildet werden. Jedes Kind in seinen Rechten und seinen Verpflichtungen gegenüber den Anderen ernst zu nehmen, stellt hohe Anforderungen an die Beobachtung, Wahrnehmung und Intervention von Erwachsenen, aber auch an die Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Auf jeweiliger Augenhöhe und mit vorurteilsbewusster Achtsamkeit gegenüber den Fähigkeiten und Fertigkeiten des Individuums schaffen wir Räume, in denen Kinder ihre Fragen formulieren können.

Wer bin ich? Zu wem gehöre ich? Wer sind die anderen? Was passiert um mich und um uns herum? Was war vor mir und was kommt nach mir?

Das Wichtigste ist für uns, dass die Kinder sich auf den Kindergarten freuen, dass sie morgens gerne kommen, weil sie sowohl Vertrautes als auch Neues und Spannendes in sicherer Umgebung erleben, sich aber auch zurückziehen und in Ruhe ihren Interessen nachgehen können.

Bildung hat heute neben der Betreuung und Erziehung im Kindergarten einen bedeutenden  Stellenwert eingenommen. Meistens unterscheidet mensch folgende sechs Bildungsbereiche: - Körper, Bewegung und Gesundheit - soziale und kulturelle Umwelt - Sprache - bildnerisches Gestalten und Musik - Zahlen und Mathematik - Naturwissenschaft.
In unserem kleinen und überschaubaren Kindergartenalltag versuchen wir natürlich, die ganze Welt zu erklären und alle Bildungsbereiche abzudecken, haben uns aber entschieden, Schwerpunktthemen in der Arbeit mit den Kindern hervorzuheben, die uns im Hinblick auf gute Chancen innerhalb unserer Gesellschaft wichtig erscheinen.

Sprache

Es hat einfach schon Tradition, dass sich in unserem Kindergarten viele Kinder aus den verschiedensten Kulturkreisen treffen. So versteht sich von selbst, dass wir Sprache als einen Schwerpunkt unserer Arbeit sehen. Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen begreifen und ergreifen. Und dafür brauchen sie Sprache. Miteinander reden können und verstehen, was die anderen einem mitteilen wollen, gemeinsam über etwas reden, was gerade nicht da ist, wird immer wieder zur spannenden Herausforderung. Interaktion und soziales Miteinander brauchen Sprache. Hören, lauschen, lernen, verstehen und selbst in Worte fassen, was gerade wichtig ist, erzeugt nicht nur die Lust zu sprechen, sondern ist später die Grundlage für einen gelungenen Einstieg in die Schule. Sprache erleichtert Begegnung, Sympathie, Kompromisse und Durchsetzungsvermögen.

Neben dem bewussten und sorgfältigen Gebrauch von Sprache, die Voraussetzung für eine alltagsintegrierte Sprachbildung ist, bieten wir im Kindergarten zusätzlich spezielle Sprachförderung an, sowohl was das Erlernen von Sprache angeht, als auch die Verbesserung bei Sprachschwierigkeiten. Bei Bedarf unterstützen wir die Eltern bei der Wahrnehmung von weiterreichenden Diagnose- und Therapieangeboten.

Geheimnissen auf den Grund gehen

Mit allen Sinnen erschließen sich Kinder erste naturwissenschaftliche und mathematische Erfahrungen und bauen darauf weiterführende Fragestellungen auf. Ausgehend von den Erfahrungen mit konkreten Dingen und deren beobachtbaren Eigenschaften erkunden Kinder die Beschaffenheit von allem Möglichen in ihrer  Umgebung, stellen Betrachtungen an zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten, stellen sich und anderen Fragen zu tausend Wundern dieser Welt. Die berühmten 'Warum-', 'Was- ist-das'- und 'Wie-geht-das' - Fragen werden gemeinsam bearbeitet und führen zu neuen Erkenntnissen.

Körper, Bewegung und Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“. Gesundheitserziehung geht dann weit über das Verständnis von Händewaschen, Zähneputzen und Verzicht auf Gummibärchen hinaus und umfasst den gesamten Alltag des Kindes im Kindergarten. Sie umfasst vielfältige Bewegungsanregungen und gesunde Ernährung ebenso wie ein Bewusstsein von gesunder Umwelt und ein Wissen darum, wie Erwachsene und Kinder sich für deren Erhaltung einsetzen können.

Musik

Über die musikalischen und rhythmischen Angebote innerhalb der Gruppe hinaus bieten wir den Kindern in enger Kooperation mit der Musikschule regelmäßig die Gelegenheit, in verschiedenste Klangwelten und musikalische Erlebnisräume vorzudringen. Dies ermöglicht frühe musikalische Erfahrungen gepaart mit Sprache, die Erweiterung eigener Ausdrucksformen, das Ausprobieren von Stimme und Instrumenten, die Begegnung mit Klassik und Moderne und nicht zuletzt eine kulturelle Vielfalt auch in der Musik.

Der Kinderschutzbund will Kinder stark machen, ihre Fähigkeiten fördern, sie ernst nehmen und ihre Stimmen hören. So werden Kinder fit für die verantwortungsvolle Gestaltung ihres eigenen Lebens und unserer Welt - also für die Zukunft. Dies gelingt nur, wenn wir die Kinder an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligen. Neben organisatorisch notwendigen Gegebenheiten nehmen die Kinder Einfluss auf die Gestaltung des Alltags durch gemeinsame Themenfindung, individuelle Gestaltung von Spiel- und Lernzeiten, Speiseplänen und interessengeleitete Beschäftigung mit Material und Zeit. Gleichzeitig ist es die Aufgabe der Erwachsenen, die Gefühle und Lebensumstände der Kinder wahrzunehmen, individuell und gruppenbezogen zu thematisieren und die Kinder zu unterstützen, ihr eigenes Gefühlsleben zu benennen und mitzuteilen.

Wenn wir es schaffen, dass die Zeit 'vor der Schule' nicht gleich 'Vorschule' ist, sondern Lernen ein Teil des Erlebens dieser Welt ist, können wir fröhliche und mutige Kinder in die Grundschule verabschieden.

 

Schwerpunkt-Kita Sprache & Integration

‚Sprach-Kita /  Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist

Seit über 20 Jahren hat die sprachliche Bildung in unserem Kindergarten einen hohen Stellenwert. Wir haben verschiedene Konzepte ausprobiert und uns langsam aber stetig dem Umgang mit aber auch dem Erlernen von Sprache gewidmet. Zeitweise hat der Kreis Nordfriesland, dann das Land Schleswig-Holstein unsere Anstrengungen  durch zusätzliche Personalmittel honoriert. Dass wir innerhalb des Bundesprogramms ‚Offensive Frühe Chancen‘ im August 2011 zur Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration ‚aufgestiegen‘ sind, ist sicher auch ein Ergebnis dieser langen Bemühungen. 

 

Grundsätze

Sprache ist der Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe und der Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf. Studien haben in den letzten Jahren wiederholt gezeigt, dass vor allem fehlende sprachliche Kompetenzen bei Kindern den weiteren Bildungsweg und damit den späteren Einstieg ins Erwerbsleben erheblich beeinträchtigen können. Dies gilt besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund.

Mit der Offensive 'Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration' setzte sich die Bundesregierung dafür ein, dass jedes Kind von Anfang an faire Chancen hat. Gute sprachliche Bildungsangebote in den Kitas sollten deshalb so früh wie möglich bundesweit zur Verfügung stehen.

Dabei lag der Schwerpunkt auf Einrichtungen, die auch von Kindern in den ersten drei Lebensjahren besucht werden. Denn je früher die Bildung und Förderung einsetzt, desto besser können allen Kindern faire Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe eröffnet werden.

Im Januar 2016 folgte dann das neue Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, mit dem das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas stärken will.
Eine zusätzliche Fachkraft berät, begleitet und unterstützt mit einer halben Stelle das Kita-Team bei der Erfüllung dieser Aufgaben.   

 

Hier erfahren Sie mehr. Download: Konzept der Sprachförderung

gefördert vom:





Unser Team



Mitarbeiterinnen Asmusssenstraße:

  • Marike Ipsen
    Erzieherin

  • Kerstin Muchau
    Erzieherin

  • Ewa Penneke
    Erzieherin

  • Jessica Höfer
    Erzieherin



Mitarbeiterinnen der Hermann-Tast-Straße Gruppe 2:

  • Frauke Wolfgramm
    sozialpädagogische Assistentin

  • Simone Hansen
    Erzieherin

  • Stefanie Sinning
    sozialpädagogische Assistentin



Mitarbeiterinnen der Hermann-Tast-Str. Gruppe 1:

  • Sina Wippich
    Erzieherin

  • Samar Sidani Dell Missier
    Erzieherin



Bundesfreiwilligendienstlerin:

  • Ronja Marie Jars
    Bundesfreiwilligendienst



Verantwortlich für die Sprachförderung:

  • Renate Müller

    • Fachkraft für Sprache und Integration
  • Katrin Lätari
    Erzieherin

    • Fachkraft für Sprache und Integration

Öffnungszeiten:
Asmussenstraße20 Plätze
Montags - Freitags07:00 - 17:00 Uhr
 
Hermann-Tast-Straße20 Plätze (1. Gruppe)
Montags - Freitags08:00 - 16:00 Uhr
Hermann-Tast-Straße20 Plätze (2. Gruppe)
Montags - Freitags07:00 - 17:00 Uhr
 
Urlaub:5 Wochen pro Jahr
Preise:
Halbtags bis 13:00 Uhr 145,00 € / Monat
(ohne Mittagessen)
ganztags bis 16/17 Uhr185,00 € /Monat
Verpflegung2,50 € / Tag
  • Struktur

    Asmussenstraße:
    eine Gruppe mit 20 Kindern,
    3 Mitarbeiterinnen

    Hermann-Tast-Straße:
    zwei Gruppen mit je 20 Kindern,
    5 Mitarbeiterinnen

  • Anschrift

    Asmussenstraße 22
    25813 Husum
    Tel: 04841 / 9374926

    kindergarten@kinderschutzbund-nf.de

  • Hermann-Tast-Straße 6
    25813 Husum
    Tel: 04841 / 663737 oder 665503

    kita-hts@kinderschutzbund-nf.de